Spielräume als Freiräume

Als ich 2010 das Wesenskernspiel entwickelte, hatte ich vom „Spielen“ in beruflichen Kontexten noch nie gehört. Im Blog erzähle ich an einem Beispiel, wie ich Spielräume als Freiräume für mich und ein Angebot entdeckt habe.

Die Suche

In den Anfangsjahren meiner Selbstständigkeit (ich startete als Dozentin) suchte ich nach meiner beruflichen Positionierung als Coach. Dabei ging ich so vor, wie es vermutlich die meisten Menschen machen: denken, bisweilen grübeln, mich informieren (mehr oder weniger planvoll), auf Ideen aufspringen, um sie dann wieder zu verwerfen, suchen … Dabei mich auch immer wieder in Frage zu stellen.

Wie finde ich heraus, was ich wirklich wirklich will? Das war auch mein Thema.

Genau genommen versuchte ich zwei Fragen gleichzeitig zu beantworten: was heißt es für mich? Was heißt es für Menschen, die in der beruflichen Neuorientierung sind?

Gefunden habe ich eine Menge Angebote, fast einen Dschungel an Möglichkeiten. Vor allem fiel mir auf, dass sich alle Angebote an Menschen mit einem guten Bildungshintergrund richteten. Keine, die auch Menschen mit einem bildungsungewohnten Hintergrund berücksichtigten. Damals, in meinen Berufsanfängen, arbeitete ich mit Menschen, die Hartz IV bezogen.

Somit lief die Suche nach einem Weg für mich parallel dazu einen Weg zu finden, der möglichst vielen Menschen eine Antwort lieferte, gleich welchen Bildungshintergrundes.

Die Antwort

Sie fand sich für beide Fragestellungen in der Entwicklung des Wesenskernspiel. Bis heute lautet sie und das ist meine tiefste Motivation, mein innerster Wesenskern: Ich liebe es Menschen und Teams mit sich zu verbinden.

Spielräume als Freiräume

Diesen innersten Wesenskern fand ich 2015 (selbstständig bin ich seit 2007). Der Anlass war, dass ich von einem Ansatz für die Teamentwicklung träumte, basierend auf dem Wesenskernspiel. Ich spielte mit den Tätigkeiten und Interessen, die ich liebe und mit Freude tue. Mit den Wesenskernen (intrinsischen Motivationen), die für mich und diese Fragestellung wesentlich waren. Dieser Spielraum gab mir den nötigen Freiraum und ich fand meine Antworten. Inzwischen biete ich das Cultureplay gemeinsam mit meinem Kollegen Daniel Grundke an.

Das Angebot: Spielräume als Freiräume

Spielen und coachen, coachen und spielen – das tue ich bis heute und ich tue es mit Liebe und aus ganzem Herzen: Menschen in beruflichen Kontexten zu helfen passenden Antworten zu finden und pragmatische und somit funktionierende Wege für die Umsetzung in unsere komplexe und sich rasant wandelnde Arbeitswelt hinein zu entwickeln.

Das tue ich auch in Coachings mit anderen Fragestellungen. Hinzu gekommen ist, dass sich mein Angebot auch an hochbegabte, hochsensible Menschen und Scanner richtet. Oft scheint es so, als wenn Menschen mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen alles in den Schoß falle und ihnen die Welt offen stünde. Häufig ist das Gegenteil der Fall. Die vielen Interessen, Selbstzweifel, Ungeduld, die hohe Sensibilität u.v.m. machen es nicht leicht den eigenen Platz in unserem Arbeitssystem zu finden, das so sehr auf Anpassung setzt.

Spielen hilft dem Gehirn und der Seele neue und stimmige Antworten zu finden. Spielen in beruflichen Fragestellungen ermöglicht einfach und leicht Mögliches zu testen und zu erkennen, was man wirklich wirklich will. Coaching hilft mutig loszugehen, machbare Wege zu finden und das zu leben, was man ist. Das Wesenskernspiel und seine weiterführenden Angebote sind Spielräume, die Freiräume schaffen.

Wann fängst du an zu spielen?

P.S. Am 2. und 3. November gibt es einen Workshop mit dem Wesenskernspiel. Bist Du dabei?

By |2018-10-16T17:52:29+00:00Oktober 16th, 2018|Wesenskernspiel|0 Comments

About the Author:

Menschen zu helfen herauszufinden, wer sie sind und was sie wirklich, wirklich wollen – das ist meine Vision: beruflich und privat. Als Diplom-Pädagogin, Coachin und Prozessberaterin unterstütze ich diesen Weg mit einer spielerischen Herangehensweise. 0511 - 36 73 30 78