Im Hintergrund wird gewerkelt – was hat das mit sichtbar werden zu tun?

Im Juni 2020 führte ich erfolgreich mein erstes Webinar durch und erkrankte noch am gleichen Tag. Ein fieser multiresistenter Keim beschäftigte mich in den folgenden vier Wochen. Drei Antibiotika mussten ran, wovon ich eines sehr schlecht vertragen habe. Ziemlich ausgenockt, startete ich nach einem dringend benötigten Kurzurlaub Anfang August in das Großprojekt neue Website.

Working in Progress

Schon im Sommer 2019 war klar: Jetzt ist die richtige Zeit anzufangen. Über die Jahre sammelten sich viele Ideen, festgehalten in meinen verschiedenen Notizbüchern, die ich nun anfing zu sichten.

Die Herausforderung lag darin, mich und mein Angebot so sichtbar und klar zu formulieren, dass sich meine Zielgruppe erkennt und angesprochen fühlt. Wundervolle Unterstützung bekam ich von Netzwerkpartner:innen, und – dann hieß es im Sommer 2020 loslegen!

Eine der zentralen Fragen, die ich stellte war: Wie spreche ich Menschen an, die

  • viele Interessen haben,
  • (möglichwerweise) hochsensibel und hochbegabt sind,
  • ihre Vielfalt leben möchten,
  • und sich danach sehnen, ihr Leben möglichst selbstbestimmt und frei zu gestalten?

Nicht wenige von ihnen besitzen eine komplexe Lebensgeschichte, tragen dadurch häufig weniger Selbstvertrauen in sich und suchen gerade wegen dieser Kombination nach passenden Lösungen für sich, rund um die Frage, was will ich wirklich wirklich?

Im Laufe der Jahre hatte ich verstanden und akzeptiert, dass ich am besten Menschen begleiten kann, die einen ähnlichen Hintergrund wie ich haben. Ich verstand, dass ich mit meiner Persönlichkeit und den großen Erfahrungen und Ressourcen, die ich mir aneignete, für meine Kund:innen genau die Richtige bin. Ich verstehe meine Kund:innen deshalb, weil ich so vieles von deren Themen selbst durchlebte und daran gewachsen bin. Um potenziellen neuen Kund:innen dies verständlich zu machen, ist  mir zunehmend wichtiger geworden, mit meinem persönlichen Hintergrund sichtbarer zu werden.

Ich ging zuversichtlich daran mein Konzept zu entwickeln, weil ich weiß, dass der Weg im Gehen entsteht und die richtige Zeit dafür da war. Regine Lieb von der klip AG entwickelte mit mir gemeinsam die Web-Struktur (sie ist übrigens auch für das tolle Design des Wesenskernspiel verantwortlich) und Ralph Pfeifer zeichnet für das großartige Design und die Programmierung verantwortlich. Die Zusammenarbeit lief außerordentlich angenehm und effektiv!

Seit November 2020 ist die neue Website mit einer neuen Angebotsstruktur online und erhält viel positive Resonanz.

 

Unterstützung in der Community – Inner Circle

Im vorigen Beitrag erzählte ich von den postiven Erfahrungen mit meinem WOL-Circle. Im Juli erhielt ich die Möglichkeit, Teil eines weiteren Netzwerkes zu werden. Initiiert von UnIQate, einer Plattform für hochbegabte Erwachsene, fand sich ein Inner Circle, dessen Angebot spannend klang.

Vier gänzlich unterschiedliche Frauen trafen aufeinander, die zunächst nur das Thema Hochbegabung und der Wunsch nach Unterstützung verband. Ab Juli 2020 verabredeten wir wöchentliche Meetings auf Zoom für jeweils 1,5 Stunden und nutzten Tools, die UnIQate für diese Inner Circle zur Verfügung stellte.

Für den Klärungsprozess rund um meine Website bekam ich auch hier tatkräftige Unterstützung von kompetenten Kolleginnen. Mit ihnen diskutierte und klärte ich viele Fragen, die in der ersten Zeit vor allem für meine Konzeptentwicklung wichtig waren.

Nach und nach wuchs untereinander das Vertrauen und inzwischen teilen wir tiefgehende Inhalte miteinander, die uns alle enorm voran bringen. Ein weiteres Highlight. Sichtbar werden hieß auch hier: meine Ängste, vermeintlichen oder echten Grenzen anzusprechen und einmal mehr zu erfahren, dass ich auf positive Resonanz stoße und nicht alleine bin mit meinen Sichweisen.

 

Im nächsten und letzten Teil meines Jahresrückblick erzähle ich, was mich neben der Arbeit an meiner Website am meisten aus meiner Komfortzone herausholte.