Der Wow-Effekt – Sich selbst ausschließlich positiv begegnen

Stell dir vor, du würdest dich einmal nur mit den positiven Aspekten deines Lebens beschäftigen? Lass den Gedanken einmal wirken. Wie fühlt sich das an?

Wie würde sich das auf dich und deine Entscheidungen auswirken?

Mit dem Wesenskernspiel kannst du diese Erfahrungen machen, leicht und spielerisch – und das wird deinen Blick auf dich und dein Leben deutlich verbessern.

Spielfeld mit beschrifteten Karten

 

Deshalb erzähle ich dir, wie das Spiel funktioniert und lade dich ein, dich darauf einzulassen.

Im Wesenskernspiel werden mittels ausgewählter Karten konsequent nur die Lebensbereiche einbezogen, die für dich in irgendeiner Weise positiv besetzt sind. In irgendeiner Weise heißt es in der ersten Spielrunde deshalb, weil der Einstieg in diese Thematik, in dein Leben, leicht sein soll. Mehr braucht es nicht für den Start in das Wesenskernspiel.

Erst in der zweiten Spielrunde präzisierst du die Auswahl. Eine Spielerin hat z.B. das Schulfach Mathematik ausgewählt. Meistens ist es so, dass man an einem Schulfach nicht alles mag. In das Wesenskernspiel werden nur die Bereiche in das Spiel einbezogen, die dir wirklich Freude gemacht haben oder noch machen. Im Falle der Mathematik ist es vielleicht das logische Denken, oder die Geometrie. Eine andere Person sagt: die Schönheit und Klarheit der Strukturen, das Rationale hat mich angesprochen.

Nur Positives wird ausgewählt, Tätigkeiten und Interessen, die dir Freude machen oder früher mal gemacht haben.

 

Die tiefe innere, ganz persönliche Motivation entdecken

In der dritten Spielrunde erfährst du, warum du all diese Dinge so gerne tust, warum sie dich interessieren. Was ist der eigentliche Motivator und Antreiber in dem, was du gerne tust, was dich wirklich interessiert? Warum spielst du so gerne Strategiespiele, erzählst liebend gerne selbsterfundene Geschichten, tauchst mit Freude in die Kultur und Arbeitswelt fremder Länder ein, gehst gerne stilvoll Essen, liest Fachbücher über Informatik, spielst am liebsten als Stürmer im Fußball, packst gerne Geschenke ein, liebst es im Wald Pilze zu suchen, usw.

Das sind Fragen, die dir in der Regel (z.B. Elternhaus, Schule, Gesellschaft) niemand stellt: Was liebst du an deinem Tun? Was macht dir so viel Freude? Wo erlebst du Flow Momente? Dabei wird keine Äußerung gewertet, alles darf genannt werden.

Ist die Antwort – der Wesenskern gefunden –  wird dich das tief berühren. Es bringt dich in Verbindung mit dir, ein besonderer Moment.

Wesenskerne können so aussehen: Ich liebe es für andere da zu sein. Ich liebe die sinnliche Wahrnehmung von Materialien; … etwas zu gestalten; … Vielfalt zu entdecken; … Grenzen zu überwinden; … mich körperlich auszupowern; …  herauszufinden, wie etwas funktioniert; … Dinge auf den Punkt zu bringen; … Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Jenseits einer ökonomischen Verwertbarkeit

Wenn das Wesenskernspiel gespielt ist, liegen auf dem Spielfeld viele selbstbeschriebene Karten (aus der zweiten und dritten Spielrunde), die dein eigenes buntes, volles Leben dokumentieren. Zwischen 15 bis 25 Kärtchen benennen die in diesen Tätigkeiten und Interessen gefundenen Wesenskerne.

Sicher könnte man sie reduzieren. Aber dann verfehlt das Spiel seinen Zweck. Denn in der Suche nach den Wesenskernen geht es nicht darum vorgefasste und „richtige“ Formulierungen zu finden. Ganz im Gegenteil, du formulierst sie so, dass sie für dich stimmig sind. Das gewährleistet, dass du auch nach langer Zeit über diese stimmige Formulierung der Zugang zu den einzelnen Lebensbereichen leicht wieder findest.

Eines der Ziele des Wesenskernspiel ist es den Menschen „an sich“ in den Blick zu nehmen. Frei von Wertungen, „alles“ darf sein. Es geht nicht vorrangig darum zu fragen: was soll ich jetzt damit machen, wie lassen sich die Ergebnisse für wen wie nutzen? Kann ich mit diesem Wissen Geld verdienen?

Es geht auch nicht um Selbstoptimierung, sondern zunächst um das Entdecken deiner Selbst und der Schätze deines Lebens. Denn: „Selbst, das ist etwas, das über die gesellschaftliche Anpassung und Realitätsbewältigung hinaus geht, etwas, das unserem „Wesenskern“ entspricht, einer Dimension, die sich nicht korrumpieren lässt, sondern sich entfalten möchte – sich entfalten können sollte“ (Gudrun Bosse: http://www.bzw-weiterdenken.de/2013/10/neubegehren-muss-als-sehnsucht-empfunden-und-als-moeglich-erlebt-werden/).

Es geht darum zunächst dir selbst zu begegnen, wertschätzend und mit einem liebevollen Blick.

Du nimmst ein klareres Bild von dir mit, zutiefst berührt von dir selbst.

Wow!

 

0 Replies to “Der Wow-Effekt – Sich selbst ausschließlich positiv begegnen”

  1. Wer sagt es in mir, dies mit dem harten Job? Als Kind wollte ich kein Weich-Ei sein. Meine Brüder schulten mich im Kämpfen und meine Mutter fräute sich, dass ihr Mädchen so „selbständig“ ist. Mein Vater hielt sich da raus. Er hat allerdings auch nie Weich-Ei spielen wollen! Hart-Sein war also in meiner Familie drin. Angesichts der Erfahrung meiner Eltern ist es auch nicht verwunderlich. Sie haben als Kinder Krieg erlebt und mussten mit den Belastungen des Krieges „selbst“ fertig werden. Ich stampfte in ihre Spuren. So ist halt das Leben, dass wir nicht von uns „selbst“ aus wachsen und lernen, sondern durch irgendjemad und irgendwann eingeleitet werden. Harte Schicksale sind keine angenehme Kost; müssen allerdings nicht zu einem ewigen Verhängnis werden. Wenn der Lebens-Fluss in uns in Bewegung ist, kann alles passieren. Jeden Tag kommt neue Zeit mit neuen Ereignissen. Wir können uns weigern, Neues wahrzunehmen. Das Leben bleibt aber an unseren Wünschen und Verweigerungen nicht stehen. Ich sage oft „aber“, weil ich an dem an sich Positiven nicht teilhaben konnte. Für mich ist die Welt schön, aber nicht für mich! Aber ich war bei dem Neuen: Ich habe grade genüsslich Kürbis gegessen. Früher mochte ich kein Kürbis, warum? Vielleicht deswegen, weil ich meine Mutter oder meinen Vater beim Kürbis-Genuss nicht beobachten konnte – so eine Vermutung. Noch so ein Beispiel: Ich kaufe mir zu Weihe Nächten ein Maunawui-Wasserfiltersystem…

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