Frau Jung hat mich beim Wesenskernspiel auf eine unaufdringliche, humorvolle und gewissenhafte Weise begleitet. Sie war mit viel Geduld dabei, wenn es darum ging, halb verschüttete Erinnerungen an das, was ich in verschiedenen Lebensphasen gerne getan habe, wieder ans Licht zu holen und von allen Seiten zu betrachten. Immer wieder führte sie mich zu den Ich-Botschaften zurück: „Ich habe es geliebt, zu …“. An einer Fülle von Begriffen entlang kristallisieren sich Leidenschaften und Begabungen heraus. Vieles ist mir bereits bewusst, über anderes kann ich staunen.

Richtig spannend wird es bei der Bewertung der entdeckten Schätze und sie fällt an manchen Stellen wirklich schwer. Auch hier stellt Christine Jung die richtigen Fragen, um den Entscheidungsprozess zu fördern. Auf der anderen Seite lässt sie Raum für dasjenige, was sich (noch) nicht so leicht bewerten lässt.

Wie wird denn aus dem, was mich zarte Seele auszeichnet, nun eine tragfähige Konzeptidee?

Wir erarbeiten uns zunächst eine gute Formulierung meines zentralen Wesenskerns. Es ist schön, einmal schwarz auf weiß zu lesen, was ich wirklich, wirklich gerne tue… bzw. tun würde…

In einem zweiten Schritt geht es um die Entwicklung einer Vision: was will ich mit den mir gegebenen Talenten und Interessen denn in der Welt bewirken? Hier darf ich groß denken, damit meine Vision mich trägt. Für mich selber überraschend, entscheide ich mich in meiner Vision für etwas Neues, noch nicht Ausprobiertes. Das ist aufregend, aber ich fühle, dass meine Vision aus mir heraus entstanden ist, sie betrifft mich und ist mir wirklich wichtig.

Auch wenn ich mich im Moment in einen neuen Bereich einarbeite, bewege ich meine Idee und versuche, konkreter zu werden, auf dem Weg zu dem, was mir wichtig ist und was ich wirklich tun will.

Frau, 59 Jahre, nach sprachwissenschaftlichem-Studium mehrfache Quereinsteigerin in Branchen „mit Sinn“