Am Pfingstsonntag hatte ich die Gelegenheit mir in Wien ein neugestartetes und überaus spannendes Projekt zum Colearning anzuschauen. Warum ich das gemacht habe, kannst du am Ende des Beitrages lesen.

Der Markhof – das Dorf in der Stadt

Der Markhof versteht sich als Dorf in der Stadt, indem Erwachsene und Kinder gemeinsam lernen.

Ein riesiges Areal von über 2000 m² mit verschiedensten Räumen, der fünfzig Kindern und Jugendlichen, jenseits des Schulbetriebes ermöglicht, in neuen Formen miteinander zu lernen und zu forschen. Die Erwachsenen verstehen sich als Lernbegleiter*innen, die Methode nach der sie arbeiten, nennt sich „Schaubildlernen“. Im Kern geht es darum, Kinder und Jugendliche zu ermuntern, sich Themen natürlich zu erarbeiten, eine überaus effektive Methode (das österreichische Bildungssystem erlaubt viele solcher alternativer Schulformen).

Die Einweihung der Räume war am 24. Mai 2017- und es ist so viel mehr wie eine alternative Schule. Vieles ist noch im Aufbau, aber sieh selbst. Der Markhof beinhaltet:

Ein Cafe, indem Menschen der Umgebung sich treffen können.

Cafe im Markhof

Ein hauseigenes Foodcoop, indem die Kinder und Jugendlichen selbstgezogenes Gemüse (eigener Hofgarten) und Salat in Bioqualität verarbeiten und für sich selbst kochen und Produkte an Außenstehende verkaufen.

Ein Coworkingbereich, indem sich bis zu dreißig Coworker in diesem hellen lichtdurchfluteten Raum einmieten und arbeiten können.

Räume für Seminare und Events zum einmieten.

Seminarraum

Räume, in denen die Kinder und Jugendlichen sich erproben und Wissen aneignen können, ganz praktisch.

Warum ich das erzähle?

Hinter dem Projekt stecken drei Menschen. Mit der einen Person, Florence Holzner (sie ist die Ideengeberin dieses genialen Projektes), bin ich seit inzwischen 10 Jahren befreundet.

Gemeinsam mit weiteren Personen treffen wir uns jährlich (wie jetzt über Pfingsten) zur Offenen Mentor*innen Akademie der Neuen Arbeit-Neuen Kultur. Dessen Gründer Frithjof Bergmann (hier sein letzter Vortrag, auf der XING New Work Experience 2017) hat mich 2007 auf dem Kirchentag in Köln so nachhaltig beeindruckt, dass ich mich seither für eine neue Arbeit und neue Kultur einsetze. Das Wesenskernspiel ist durch ihn inspiriert worden.

Das Colearning Wien ist so ein Zentrum der Neuen Arbeit und ein großartiges Konzept. Ein weiterer Weg eine nachhaltige und sinnbringende Zukunft für kleine und große Menschen zu gestalten, in der der Spaß nicht zu kurz kommt.